Ritter

Der Orden

Der Ordre Equestre du Saint-Sauveur de Mont-Réal wurde 1118 von König Alphonse I. „el Batallador“ von Aragon gegründet. Seitdem besteht unser Orden in ununterbrochener historischer Kontinuität. Ursprünglich diente der Orden als „Milice du Christ“ der Wiedereroberung Spaniens während der Reconquista. Im 15. Jahrhundert verließ der Orden Spanien und siedelte sich in Lille an. Zu dieser Zeit legte der Orden auch seine Waffen nieder und wurde erst zu einem Hospiz-Orden und schließlich zu einer „Art Akademie, wo jeder hinkommt, um sein Wissen einzubringen, zu Gunsten aller“ (Comte A. Girond Flandres, 64. Maitre General, aus der Widmung der Ordensregel). In diesem Sinne wird der Orden heute von unserem 65. Maitre General S.E. Marquis André Girond de Saint-Waast geleitet. In Deutschland ist der Orden seit 1975 vertreten und bildet seit 1996 ein eigenes Priorat, das von unserem Generalprior S.E. Chevalier-Prevôt Heino Graf Möller geleitet wird. Der Orden steht heute außerhalb der offenbarten Religionen und der parteilichen Politik und hat sich folgende Ziele gesetzt: In einer Zeit der allumfassenden Profanisierung des menschlichen Lebens in allen Bereichen und mit all ihren destruktiven Folgen Zeit und Raum für die Rückbesinnung auf – um es mit den Worten Antoine de Saint-Exupérys zu sagen – „ein Leben des Geistes, das höher ist als alle Vernunft“, zur Verfügung zu stellen. In einer Zeit der Vereinzelung und inneren Vereinsamung in einer Massengesellschaft möchten wir dem Suchenden eine ritterliche Gemeinschaft vorstellen, die auf der Grundlage einer altüberlieferter Ordnung die ritterlich – sakrale Tradition pflegt. Mit diesem Auftrag verbindet sich aktives Engagement im Zeichen der Trias Treue – Glaube – Tapferkeit Treue zu unserer indoeuropäischen Tradition, zur abendländischen Mission, zum heilgen Orden von Mont-Réal und zu allen ritterlichen Brüdern und Schwestern. Glaube an Gott, dem unsterblichen, dreifaltigen Vater, an die Befreiung durch das Kreuz und die Rose, an das Sakrament des Ritterschlages und an die unverbrüchliche ritterliche Gemeinschaft. Tapferkeit auf dem Weg zur Rose, im Dienst des Ordens, in der Verteidigung unserer Tradition, im Streit für Freiheit, Glauben, Einigkeit und Recht.